Zum Inhalt der Seite

TV-Sender mit Geldbuße belegt

Bonn. Das Bundeskartellamt hat am Freitag Geldbußen über insgesamt 216 Millionen Euro gegen die Werbezeitenvermarkter der beiden Sendergruppen RTL Group und ProSiebenSat.1 Media verhängt. In einer Mitteilung des Kartellamts vom Freitag heißt es, die Vermarkter hätten kartellrechtswidrige Rabattvereinbarungen gehabt. Die Media-Agenturen hatten nach Darstellung des Kartellamtes wegen dieser Rabatte einen starken Anreiz, die entsprechenden Anteile ihres Budgets bei den beiden großen Vermarktern und nicht bei kleineren Sendern zu plazieren. Durch diese Sogwirkung werde der Fernsehwerbemarkt für die kleineren, marktschwächeren Sender abgeschottet und der Marktzugang insgesamt erschwert.

(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage