Zum Inhalt der Seite

Archive über NS-Opfer geöffnet

Bad Arolsen. Nach mehr als 60 Jahren hat der Internationale Suchdienst (ITS) für Verfolgte des NS-Regimes seine Archive im hessischen Bad Arolsen geöffnet. Damit seien nun mehr als 50 Millionen Dokumente über Verfolgung, Ausbeutung und Vernichtung von Zivilpersonen durch die Nazis für Historiker und Privatpersonen einsehbar, teilte der ITS am Mittwoch mit. Kernbestand der Archive sind Unterlagen von NS-Behörden und Konzentrationslagern. Für die Öffnung der Archive war die Zustimmung der elf Mitgliedsstaaten des Internationalen Ausschusses des ITS notwendig. Der entsprechende Änderungsantrag war am Mittwoch in Berlin ratifiziert worden.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2007, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!