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Scharfe Kritik am Bundeskartellamt

Berlin. Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) erwägt, die Entscheidung des Bundeskartellamtes zur Einstellung des Mißbrauchsverfahrens gegen RWE, gerichtlich überprüfen zu lassen. Für den Verbraucher sei es unverständlich, warum die Behörde das Verfahren gegen »eine nahezu wertlose Verpflichtungszusage« eingestellt habe, kritisierte der Verband am Mittwoch in Berlin.

Das Amt will den RWE-Konzern, der kostenlos zugeteilte CO2-Zertifikate auf den Strompreis geschlagen hatte, mit der »Verpflichtung« davonkommen lassen, in den nächsten vier Jahren eine Strommenge von 6300 Megawatt über einen unabhängigen Auktionator versteigern zu lassen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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