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Keine Wachleute vor Berliner Schulen

Berlin. Vor den Schulen im Berliner Problembezirk Neukölln werden vorerst keine privaten Wachleute aufziehen. Ursprünglich hätte die Dussmann-Gruppe ab kommender Woche jeweils zwei unbewaffnete Wachleute vor 13 Schulen postieren sollen. Mit dem Auftrag hatte der Bezirk auf die Gewalt vor und in vielen seiner Schulen reagiert. Im vergangenen Jahr hatte ein Brandbrief der Lehrer von der Neuköllner Rütli-Hauptschule bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Sie hatten sich über die ausufernde Gewalt beklagt, die einen Unterricht unmöglich mache. Phasenweise hatten daraufhin Polizisten vor den Schultoren Wache bezogen. Die Dussmann-Gruppe begründete ihren Rückzug mit der »geringen Akzeptanz und Befürwortung des Pilotprojektes durch den Senat von Berlin, aber auch von den im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien sowie durch eine Vielzahl der Vertreter der Berliner Schulen«. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.10.2007, Seite 4, Inland

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