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KSK-Soldaten sollen noch geheimer agieren

Hamburg/Berlin. Das Verteidigungsministerium will das Wirken der KSK-Elitesoldaten und der Bundeswehr offenbar noch besser als bisher vor öffentlicher Kontrolle schützen. Das Ministerium prüfe derzeit Vorschläge, was zum Schutz der Soldaten »auch aus Fürsorgegründen« möglich sei, berichtet Der Spiegel.

So sollen die Kämpfer des »Kommandos Spezialkräfte« (KSK), die auch in Afghanistan im Einsatz waren, Tarndokumente der Bundeswehr erhalten, mit denen ihre Identität verschleiert werden kann. Darüber hinaus werde dem Verteidigungsminister in einer entsprechenden Hausvorlage empfohlen, rigide gegen Journalisten vorzugehen, die über KSK-Angehörige berichtet haben.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2007, Seite 2, Inland

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