Zum Inhalt der Seite

Schweinekonzern

Daß sich das Kapital in der Hoffnung auf zu erwartende Gewinne mitunter sehr kühn verhält, ist hinlänglich bekannt. Daß es dabei auch sehr dreist werden kann, beweist einmal mehr ein aktueller Vorstoß des US-Konzerns Monsanto. Der Konzern, als Produzent des im Vietnam-Krieg eingesetzten Entlaubungsmittels »Agent Orange« und genmanipulierter Maissorten berüchtigt, will sich das Erbgut des Hausschweins patentieren lassen. Die Folge wäre, daß ein seit Jahrtausenden für den Menschen lebenswichtiges Nutztier quasi in Privateigentum übergehen würde. Damit könnte Monsanto Lizenzgebühren von Bauern verlangen und den Preis für Schweinefleisch willkürlich in die Höhe treiben. (jW)

weitere Informationen und Petition unter keinpatentauftiere.de
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2007, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!