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Urzeitliche Riesenoktopusse

Sapporo. In der Frühzeit der Erde bevölkerten etliche Riesenraubtiere den Planeten, die heute ausgestorben sind. Geradezu legendär sind beispielsweise der Megalodon, ein Urzeithai, der bis zu 20 Meter lang werden konnte, und die Titanoboa, eine bis zu 13 Meter lange Schlange. Ein Team um den Paläontologen Shin Ikegami von der Hokkaido-Universität in Sapporo, Japan, hat nun Hinweise auf ein weiteres gigantisches Tier entdeckt. Die Forscher analysierten neu gefundene Oktopuskiefer aus der Kreidezeit, der letzten Periode des Mesozoikums (Erdmittelalter), die man auf den Zeitraum 145 bis 66 Millionen Jahre vor unserer Zeit datiert. Die Oktopusse der Art »Nanaimoteuthis jeletzkyi« erreichten eine Gesamtlänge von bis zu 7,70 Metern, die Art »Nanaimoteuthis haggarti« sogar eine Gesamtlänge bis zu 18,60 Metern, wie die Forscher in ihrer am 23. April in Science erschienenen Studie beschreiben. Damit waren die wirbellosen Meerestiere die größten Raubtiere der Kreidezeit. Die japanischen Wissenschaftler untersuchten auch die Abnutzungsspuren an den gefundenen Kiefern. Die Resultate deuten darauf hin, dass die Oktopusse oft harte Schalen und Knochen von Beutetieren zermalmten. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.04.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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