Zum Inhalt der Seite

Weniger russisches Gas für Belarus

Moskau. Wegen eines Streits über ausstehende Zahlungen will Rußland die Gaslieferungen an drastisch kürzen. Der Energiekonzern Gasprom kündigte am Mittwoch an, ab Freitag 45 Prozent weniger Erdgas in das Nachbarland zu exportieren. Die Gaslieferungen nach Westeuropa seien davon nicht beeinträchtigt, versicherte das Staatsunternehmen. Gasprom werde seine Verpflichtungen gegenüber den europäischen Verbrauchern erfüllen.

Die Regierung in Minsk ließ vor gut einer Woche eine Frist zur Zahlung von fast 500 Millionen US-Dollar verstreichen. Zum Jahreswechsel hatten sich Moskau und Minsk nach hartem Ringen auf einen neuen Liefervertrag für Erdgas geeinigt. Demnach sollte Belarus zunächst 100 Dollar je 1000 Kubikmeter Erdgas an Gasprom zahlen – mehr als doppelt so viel wie zuvor. Für die erste Jahreshälfte gewährte Gasprom auf Kreditbasis einen Nachlaß von 45 Dollar – die Differenz sollte bis 23. Juli beglichen werden.

(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!