-
26.06.2007
- → Ausland
Foltervorwürfe in Afghanistan
Kabul. Nach Foltervorwürfen gegen US- und einheimische Soldaten in Afghanistan (im Foto bei einer Übung in Kabul) haben die Streitkräfte Ermittlungen eingeleitet. Sowohl die US-Armee als auch das afghanische Heer hätten eine Untersuchung der Vorwürfe angeordnet, erklärte die Afghanistan-Besatzungstruppe (ISAF) am Sonntag. Zwei Reporter des Focus, die die US-Armee drei Wochen lang bei Einsätzen im hart umkämpften Süden und Südosten des Landes begleitet hatten, dokumentierten dem Nachrichtenmagazin zufolge Fälle von Folter und Scheinexekutionen.
Laut Focus beobachteten die Reporter u.a., wie bei einem Verhör im Dorf Niasollah ein US-Soldat zusammen mit einem afghanischen Kommandanten einen Verdächtigen mit einem Riemen an ein Militärfahrzeug band. Die Soldaten hätten dem an den Händen Gefesselten gedroht, ihn übers Geröll zu schleifen. Die Reporter beobachteten außerdem, wie ein Kommandant des afghanischen Geheimdienstes unter den Augen seiner US-Kollegen einem alten Mann erst mit den Fäusten und danach mit dem Gewehrkolben hart in den Rücken schlug, bis der Mann einknickte.(AP/jW)
Laut Focus beobachteten die Reporter u.a., wie bei einem Verhör im Dorf Niasollah ein US-Soldat zusammen mit einem afghanischen Kommandanten einen Verdächtigen mit einem Riemen an ein Militärfahrzeug band. Die Soldaten hätten dem an den Händen Gefesselten gedroht, ihn übers Geröll zu schleifen. Die Reporter beobachteten außerdem, wie ein Kommandant des afghanischen Geheimdienstes unter den Augen seiner US-Kollegen einem alten Mann erst mit den Fäusten und danach mit dem Gewehrkolben hart in den Rücken schlug, bis der Mann einknickte.(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland