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Eisschmelze

Der Weltklimarat (IPCC) hat untertrieben, was die Eisschmelze im Nordpolarmeer anbelangt. Nach Berechnungen von US-Wissenschaftlern schmilzt das Eis hier ungefähr dreimal so schnell. Von 1953 bis 2006 habe es um durchschnittlich 7,8 Prozent pro Jahrzehnt abgenommen, erklärten Wissenschaftler des nationalen Zentrums für atmosphärische Forschung und der Uni von Colorado in Boulder am Montag. 18 Computermodelle, die vom IPCC verwendet werden, schätzten den Eisverlust im selben Zeitraum dagegen nur auf 2,5 Prozent. Beide Angaben beziehen sich auf den September, dem Monat mit dem wenigsten Eis im Nordpolarmeer. Für den März, in dem das Eis üblicherweise seine größte Ausdehnung erreicht, errechneten die Wissenschaftler einen Verlust von 1,8 Prozent pro Jahrzehnt, ungefähr dreimal mehr als nach den Computermodellen des IPCC. Die Differenzen deuten nach Angaben der Forscher darauf hin, daß der Rückgang des Eises den Modellen um 30 Jahre voraus ist. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2007, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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