Zum Inhalt der Seite

Wolfowitz fühlt sich verleumdet

Washington. Der wegen Vetternwirtschaft angezählte Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz sieht sich als Opfer einer Verleumdungskampagne. Er habe in gutem Glauben gehandelt und sich an die Vorgaben gehalten, die der Ethikausschuß der Weltbank gemacht habe, sagte Wolfowitz am Montag (Ortszeit) bei einer Anhörung vor einem eigens einberufenen Untersuchungsausschuß der Bank. Dem »Scheinvorwurf eines Interessenkonfliktes« werde er – nach der Beförderung seiner Lebensgefährtin und Aufstockung von deren Gehalt – nicht nachgeben. »Ich werde nicht zurücktreten«, bekräftigte Wolfowitz, der auch als enger Berater George W. Bushs maßgeblich für die Planung des Irak-Krieges verantwortlich war. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.05.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!