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02.05.2007
- → Feuilleton
Heraus zum 2. Mai!
Heute wird in Berlin der Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen begangen. Um 13 Uhr startet am Senefelderplatz eine Demonstration »gegen den Zwang zur Lohnarbeit und sinnlose Produkte!« Der Ehrenpräsident dieser Initiative wäre zweifellos der Schriftsteller Michael Stein. Weil er zu oft mit Tarzan von einem Joint gesogen hat und bei Tarzan TBC festgestellt wurde, hat sich Stein, der Gründer der ersten Berliner Lesebühne, ebenfalls untersuchen lassen. Die gute Nachricht: TBC hat er nicht. Die schlechte: ein Lungenkarzinom so groß wie ein Tennisball. Nun nimmt Stein diese Diagnose viel gelassener auf als seine Freunde, wohl durch jahrelange Beschäftigung mit dem Tod und den Weltreligionen fühlt er sich gut präpariert. Unter dem Motto »Für die Ewigkeit!« tritt er heute zusammen mit Jochen Schmidt und Falko Hennig um 20 Uhr bei der »Weltchronik« im Kino Babylon (Berlin-Mitte) auf. Es könnte aber auch sein, daß er aus dem Krankenhaus zugeschaltet werden muß, da sein Karzinom als operabel gilt, wie die Veranstalter erklärten. Wer nicht ins Babylon kommen kann oder will, Stein aber trotzdem unterstützen will, kann spenden: Sonderkonto Scheffler und Winter Kto. Nr. 4519 48-101 bei der Postbank Berlin (BLZ 100 100 10), Verwendungszweck: Stein. (jW)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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