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Was wilft’s?

Das Internet gilt als Medium mit Zukunft. Der Umsatz auf dem deutschen Online-Werbemarkt lag im ersten Quartal bei rund 174 Millionen Euro. Das sind 45 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, vermeldete die Branche am Dienstag. Dabei markierte der Gesamtumsatz 2006 bereits ein Allzeithoch. Was die Leute im Internet so machen? Dazu wurde am Dienstag in London eine Studie präsentiert. Zwei Drittel von 2400 befragten Briten verbringen viel Zeit mit dem sinnlosen Surfen, das so gut wie keine Spuren im Gedächtnis hinterläßt. Durchschnittlich summiert sich das auf zwei Tage im Monat. Für diese Freizeitbeschäftigung wurde der Begriff »wilfing« geprägt. Das setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von »(what) was I looking for« zusammen. Studienleiter Jason Lloyd: »Unsere Studie zeigt, daß die Leute sich mit einem bestimmten Ziel ins Netz einklinken, angesichts der vielfachen Ablenkungen aber völlig vergessen, wonach sie eigentlich suchten und stundenlang mit wilfing beschäftigt sind.« Ein Fünftel der Männer klickt sich beim »Wilfing« durch Sex- und Porno-Websites. Jeder dritte Mann »wilft« auf Kosten seiner Partnerschaft.

(AFP/ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.04.2007, Seite 13, Feuilleton

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