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Musiker statt Superstar

Der Jazz-Musiker Tony Scott, Wegbegleiter von Billie Holiday und Charlie Parker, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das teilte das House of Jazz in Rom am Samstag mit. Scott, der seit Jahrzehnten in der italienischen Hauptstadt lebte, sei bereits am Mittwoch verstorben. Als Klarinettist, Komponist und Arrangeur machte sich Scott in der Jazz-Welt einen Namen. Er gilt wegen seiner Bereitschaft, schon in den 50er Jahren diverse Stile im Jazz zu integrieren, als einer der Wegbereiter der Weltmusik, arbeitete auch mit Jazz-Größen wie Dizzie Gillespie und Duke Ellington sowie mit Sängern wie Sarah Vaughan und Harry Belafonte. Geboren wurde er als Anthony Joseph Sciacca im US-Staat New Jersey. Seit Ende der 50er reiste er durch Europa, Afrika und Fernost; schließlich ließ er sich in Rom nieder. Sein Leben schilderte er in der Autobiographie »Bird, Lady and Me«. Auf seiner Webseite schrieb er: »Ich habe vor langer Zeit beschlossen, lieber ein Jazz-Musiker als reich und berühmt zu sein. Ich hatte die Chance zum Ausverkauf, ich machte es aber nicht. Ich habe es nie bereut.« (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.04.2007, Seite 13, Feuilleton

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