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28.03.2007
- → Feuilleton
In der Zeit drin
Kurz vor der Leipziger Buchmesse hatte Marcel Reich-Ranicki alle beruhigt, die die deutsche Sprache von Anglizismen bedroht sehen. Am Montag abend erklärte Hellmuth Karasek auf N24 genau das. »Sprache drückt immer etwas aus, was Wirklichkeit ist«, sagte er. Jugendliche wollten beispielsweise mit der Verwendung englischer Begriffe beweisen, daß »sie besser in der Zeit drin« seien. Durch das Verständnis dieser Worte erlange man auch »eine Zugehörigkeit zu einem Zeittrend«. Und wenn der Zeittrend vorüber sei, würden alle Begriffe von der Sprache »ohne Mühe« wieder ausgeschieden.
(ots/jW)
(ots/jW)
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