Zum Inhalt der Seite

Ohne Worte

Im »Oxford English Dictionary«, dem britischen Duden, wird ein »McJob« dem allgemeinen Sprachgebrauch entsprechend definiert als »reizloser, schlecht bezahlter Job mit wenig Aufstiegschancen«. Der Begriff ist auf den US-Konzern McDonald’s gemünzt. Beim Konzern hält man das Bedienen einer Fritteuse in Uniform für einen »spannenden Arbeitsplatz«. Und hinsichtlich der Hungerlöhne verweist David Fairhurst, Personalchef Nordeuropa, auf »echte Karrierechancen«. Laut Financial Times vom Dienstag will McDonald’s mit einer Kampagne eine entsprechende Änderung des Lexikoneintrags erwirken.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.03.2007, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!