Zum Inhalt der Seite

Goethes Liebe

Dem Liebesleben Johann Wolfgang von Goethes wollen Wissenschaftler aus ganz Deutschland am 30. und 31. März in Weimar nachgehen. Beim ersten interdisziplinären Goethe-und-Anna-Amalia-Symposium solle die These untersucht werden, wonach der Dichter eine lange Liebesbeziehung zu der früh verwitweten Herzogin Anna Amalia unterhalten habe, teilte die Anna-Amalia-und-Goethe-Akademie am Montag mit. Vorgesehen seien 13 Vorträge von Germanisten, Psychologen, Historikern und Kunsthistorikern. Die An­nahme, daß Goethe eine Liebesbeziehung mit Anna Amalias Hofdame Charlotte von Stein pflegte, war 2003 erstmals in Frage gestellt worden. Damals hatte der Jurist Ettore Ghibellino die These aufgestellt, Goethe sei mit der Herzogin selbst durch eine innige Liebe verbunden und die Liebe zu ihrer Hofdame nur vorgetäuscht gewesen. Die Wissenschaftler wollen auf ihrem Symposium diese These nun »prüfen und weiterentwickeln«.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2007, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!