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Hotel Moskau

Im nächsten Jahr soll das legendäre Sowjethotel »Moskau« (Moskwa) wieder seine Pforten öffnen. Das »Flaggschiff der Stalinschen Zuckerbäcker-Architektur« (AFP) war 2003 abgerissen worden, weil es als veraltet galt. Mit umgerechnet 600 Millionen Euro – Dreiviertel davon finanziert von der Deutschen Bank – wird es nun als doppelt so großes Fünf-Sterne-Hotel hochgezogen. Von damals bleiben nur der Name und die assymetrische Fassade. Diese rührt der Legende nach daher, daß Stalin einst zwei Entwürfe auf einem einzigen Blatt vorgelegt worden waren. Er zeichnete das Blatt ab, ohne zu präzisieren, welchen Entwurf er bevorzugte. Aus Furcht vor dem berühmt-berüchtigten Zorn des sowjetischen Staatschefs wurde schließlich die Fassade zur Hälfte nach dem ersten, zur anderen Hälfte nach dem zweiten Entwurf gebaut.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2007, Seite 12, Feuilleton

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