Zum Inhalt der Seite

Regierung will Sponsoren nennen

Berlin. Die Bundesregierung erwägt, künftig die Namen ihrer Sponsoren zu veröffentlichen. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Stefan Kaller, sagte am Freitag in Berlin, eine entsprechende Änderung der Sponsoring-Richtlinie solle zwischen den einzelnen Ressorts diskutiert werden. Aufgrund der derzeit geltenden Richtlinie hält die Regierung Sponsorennamen unter Verschluß. Der Bundesrechnungshof hatte unlängst die Regierungspraxis gerügt, die Namen der Sponsoren nicht zu veröffentlichen. Nach Presseberichten wurden von der Bundesregierung von August 2003 bis Ende 2004 Leistungen von mehr als 55 Millionen Euro eingeworben.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.01.2007, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!