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Hinrichtung im Iran abgewendet

Tübingen. Ein Gericht in Teheran hat die 19jährige Nazanin Fatehi freigesprochen. Sie war zum Tode verurteilt worden, weil sie sich gegen einen Vergewaltiger wehrte und ihn in Notwehr tötete. Dies teilte die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes (TdF) am Montag in Tübingen mit. Ein iranisches Gericht verurteilte Nazanin Anfang 2006 zum Tod durch Erhängen, damit »nie wieder eine Frau es wagt, sich gegen einen Mann zur Wehr zu setzen«, wie es in der Urteilsbegründung hieß. Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt.

Der Freispruch sei »nicht zuletzt auf die internationalen Proteste gegen das Todesurteil zurück zu führen«, sagte TdF-Referentin Myria Böhmecke. Jetzt sammelt die Organisation Spenden, damit Nazanin das Gefängnis verlassen kann. Denn ihre Familie soll zuvor ein »Blutgeld« für den Toten zahlen, das sie nicht aufbringen kann. Spendenkonto von TdF bei der Kreissparkasse Tübingen: Kontonummer 881999, BLZ 64150020, Stichwort »Nazanin«.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.01.2007, Seite 15, Feminismus

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