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Verfrühter Stoiber-Nachruf

Ausgerechnet der Staatssender Bayerischer Rundfunk (BR) hat in der Nacht zum Mittwoch präventiv einen politischen Nachruf auf Edmund Stoiber gesendet. Der Beitrag ging im Laufe einer Sondersendung zu den Beratungen in Wildbad Kreuth über den Äther – zur Überbrückung der Wartezeit bis zum Auftritt Stoibers. BR-Chefredakteur Sigmund Gottlieb sprach von einer »höchst bedauerlichen Panne, die nicht zu entschuldigen ist«. Der BR hatte den sechsminütigen Beitrag wie in solchen Situationen üblich für den Fall vorbereitet, daß Stoiber tatsächlich zurücktreten sollte. »In der Hektik der Livesendung« sei dieser dann gesendet worden, erklärte Gottlieb. In dem Porträt hieß es etwa im Zusammenhang mit der Spitzelaffäre um die Fürther Landrätin Gabriele Pauli: »Am Ende stolperte Stoiber über einen seiner Mitarbeiter.« Tatsächlich hatte sich Stoiber bei den Krisengesprächen mit seinem Vorschlag durchgesetzt, die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2008 durch den Parteitag der CSU klären zu lassen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2007, Seite 12, Feuilleton

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