-
21.12.2006
- → Inland
Fingerabdrücke in Reisepässen
Berlin. Ab November 2007 sollen in deutschen Reisepässen neben dem Foto auch zwei Fingerabdrücke gespeichert werden. Das beschloß die Bundesregierung am Mittwoch in Berlin. Damit erfülle Deutschland als eines der ersten EU-Länder eine entsprechende Verordnung aus Brüssel, erklärte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Mit den Fingerabdrücken solle verhindert werden, daß etwa Terroristen die Pässe zu ihren Zwecken mißbrauchen können. Für die Antragsteller sollen keine zusätzlichen Kosten entstehen, alte Pässe behalten weiter ihre Gültigkeit. Seit November vergangenen Jahres enthalten Reisepässe bereits einen Chip, auf dem bislang das Foto gespeichert wird.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland