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Aktionsplan gegen Beschneidung

Berlin. Anläßlich einer Konferenz unter dem Motto »Weibliche Genitalverstümmelung beenden« hat die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes (TdF) einen Aktionsplan zum Schutz von Mädchen in Deutschland gegen dieses grausame Ritual gefordert. Nach neuesten Berechnungen der Organisation leben hierzulande über 19000 Frauen, die bereits davon betroffen sind. Mindestens 4000 Mädchen seien gefährdet. Um die Töchter effektiv zu schützen, bedürfe es unter anderem verbesserter Beratungsangebote für die Mütter, sagte TdF-Geschäftsführerin Christa Stolle am Dienstag in Berlin. Dazu müsse das Thema endlich Teil der medizinischen, pädagogischen und juristischen Ausbildung werden. Erfahren Ärzte von einer drohenden Beschneidung, sollten sie verpflichtet sein, dies zu melden. TdF fordert auch, daß Genitalverstümmelung als eigener Tatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen wird.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2006, Seite 15, Feminismus

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