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Faxen dicke

Der Kulturrat protestiert gegen ein durch den Bundestags-Haushaltsausschuß verhängtes »Faxverbot«. Der Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Bundeskulturverbände, Olaf Zimmermann, meinte am Dienstag in Berlin: »Es geht darum, dem Deutschen Kulturrat eine der effektivsten Kommunikationstechniken– das Faxen – zu verbieten, um damit seinen Einfluß in der öffentlichen Wahrnehmung zu mindern.« Der Verband darf ab 2007 keine Faxe mehr auf Kosten des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien verschicken. Der Kulturrat erhält aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers jedes Jahr 204000 Euro. Nun wurde beschlossen, daß in dieser Summe »keine Ausgaben für den Versand von Faxen« enthalten ist.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2006, Seite 13, Feuilleton

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