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09.11.2006
- → Feuilleton
Ohne Balance. BRD-Männer nicht gut drauf
Deutschlands Männern fehlt die Balance. Nach einer Allensbach-Umfrage im Auftrag der AOK und dem Lifestyle-Magazin Men’s Health (eine Kombination für das Poesiealbum) fühlt sich mehr als die Hälfte der BRD-Männer (54 Prozent) unausgeglichen. Sie klagen über massive Schlafprobleme (56 Prozent), sind verspannt und gereizt. »Noch immer leben viele Männer nach dem Motto: Ein Indianer kennt keinen Schmerz«, ärgert sich Hans Jürgen Ahrens, Vorstandsvorsitzender der AOK. Von den 1105 Befragten ab 18 Jahren gehen 78 Prozent erst dann zum Arzt, wenn es ihnen »richtig schlecht geht«. Tja, »Männer weinen heimlich, Manner brauchen viel Zärtlichkeit und Männer sind so verletzlich«, wußte schon Herbert Grönemeyer vor gefühlten 150 Jahren. Wolfgang Melcher, Chefredakteur von Men’s Health, schwant Übles: »Immer noch widmen Deutschlands Männer ihrem Auto mehr Aufmerksamkeit als ihrem Körper.«
Das Patriarchat schwankt trotzdem etwas seiner eigenen Ideologie hinterher. Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) bezeichen ihren Gesundheitszustand als »gut«, 15 Prozent sogar als »sehr gut«. Gleichwohl meint etwa jeder Zweite, er müßte mehr für seine Gesundheit tun. Vor allem: sich mehr bewegen, öfter entspannen und gesünder ernähren. Immerhin fürchten sich rund 70 Prozent der Männer vor Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Über Impotenz und Sprachstörungen reden wir dann ein anderes Mal.
(jW)
Das Patriarchat schwankt trotzdem etwas seiner eigenen Ideologie hinterher. Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) bezeichen ihren Gesundheitszustand als »gut«, 15 Prozent sogar als »sehr gut«. Gleichwohl meint etwa jeder Zweite, er müßte mehr für seine Gesundheit tun. Vor allem: sich mehr bewegen, öfter entspannen und gesünder ernähren. Immerhin fürchten sich rund 70 Prozent der Männer vor Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Über Impotenz und Sprachstörungen reden wir dann ein anderes Mal.
(jW)
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