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Breite Front gegen Neofaschisten in Moskau

Foto: AP
Am Samstag in Moskau
Moskau. Die russische Polizei hat am Samstag verbotene Kundgebungen von neofaschistischen Gruppen aufgelöst. In Moskau wurden unter Schlagstockeinsatz Hunderte von rund 2000 Demonstranten festgenommen, die sich wie in verschiedenen anderen Großstädten trotz Verbots versammelt hatten. Der Organisator der Demonstrationen, Alexander Below von der »Bewegung gegen illegale Einwanderung«, sagte der Nachrichtenagentur AP, es habe in 20 Städten Kundgebungen gegeben– darunter St. Petersburg, Krasnodar und Nowosibirsk.

Das Vorgehen der Polizei stand im starken Kontrast zu ihrem Verhalten im vergangenen Jahr. Damals hatte sie am Nationalfeiertag der russischen Einheit bei ähnlichen Demonstrationen zugeschaut, als Rechtsextremisten mit dem Hitler-Gruß und »Heil Hitler« rufend durch die Straßen zogen. Auch in diesem Jahr zeigten etliche der Demonstranten in Moskau den Hitler-Gruß. Neben dem Vorgehen der Polizei stellten sich den rechten auch Antifaschisten entgegen, manche mit Schlagstöcken und Tränengasspray bewaffnet (unser Bild).
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Die russische Gesellschaft wird zunehmend von Fremdenfeindlichkeit und aus rassistischen Motiven begangenen Verbrechen geprägt. In diesem Jahr fielen nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen 39 Menschen sogenannten Haß-Verbrechen zum Opfer, 308 wurden verletzt. Opfer sind in vielen Fällen dunkelhäutige Ausländer, Juden und Einwanderer aus Mittelasien und vom Kaukasus.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.11.2006, Seite 6, Ausland

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