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Skepsis gegenüber Investoren

Berlin. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht das verstärkte Engagement russischer Investoren in Deutschland mit gemischten Gefühlen. »Die russischen Unternehmen, die unter Einfluß des Staates stehen, bedürfen besonderer Aufmerksamkeit, ob sie den Prinzipien der Marktwirtschaft oder politischen Vorgaben folgen«, sagte der Hautgeschäftsführer des BDI, Ludolf von Wartenberg, dem Tagesspiegel am Sonntag. Zwar sei es prinzipiell zu begrüßen, wenn sich russische Unternehmen international betätigten, es müsse aber von Fall zu Fall eine sorgfältige Prüfung geben. »Wenn Rußland die Investitionsbedingungen in strategischen Bereichen verschärft, dann müssen russische Unternehmen auch mit Beschränkungen des Zugangs in diesen Bereichen in Europa rechnen«, sagte Wartenberg.

Mahnende Worte kamen auch vom DGB. Es dürfe nicht sein, daß die Investoren kurzfristige Interessen verfolgen »und Teile der Konzerne verscherbeln«, sagte der Chefökonom Dierk Hirschel dem Blatt. Dies drohe beispielsweise bei der Telekom.
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(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.11.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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