Zum Inhalt der Seite

Flüchtlinge demonstrierten in Hannover

Foto: antirassistisches plenum oldenburg
Hannover. Gegen die Zustände im Zentralen Aufnahmelager der Ausländerbehörde Blankenburg (ZAAB) und die Flüchtlingspolitik des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) haben am Mittwoch rund 200 Flüchtlinge und Unterstützer lautstark mit einem Zug durch die Hannoveraner Innenstadt protestiert. Ein Sprecher des veranstaltenden Aktionsbündnisses »Hier geblieben« forderte, die Flüchtlinge sollten statt in Sammellagern untergebracht zu werden, auf die Kommunen verteilt werden. Bereits in der vergangenen Woche hatten Asylbewerber und Unterstützergruppen in Oldenburg für die Auflösung von Sammellagern für Flüchtlinge demonstriert. Die ZAAB selbst steht seit mehr als einer Woche unter »Polizeischutz«. Anfang Oktober hatten dort Asylbewerber gegen das schlechte Lageressen und die misreable Unterkunft protestiert. Außerdem verlangten sie, Ärzte frei wählen und sich individuell verpflegen zu dürfen.

Die Behörden setzten auf Repression: Ein Asylbewerber, der als Wortführer der Proteste in Erscheinung getreten war, wurde nach Angaben des Innenministeriums in eine andere Unterkunft im Landkreis Lüchow-Dannenberg verlegt.
Anzeige


(jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 26.10.2006, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »Spanischer Krieg, 90. Jahrestag« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.