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08.09.2026, 18:26:39
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Zahl des gemeldeten sexualisierten Fehlverhaltens in der Bundeswehr steigt
Der Generalinspekteur der Bundeswehr hat sich laut Informationen des Spiegel am Montag in einem internen Tagesbefehl an alle Soldatinnen und Soldaten gewandt, sexualisiertes Fehlverhalten jeder Art dürfe in der Bundeswehr nicht toleriert werden. »Die Zahl der gemeldeten Fälle ist zu hoch«, äußerte sich General Carsten Breuer demnach.
Hintergrund sind interne Meldungen über sexualisiertes Fehlverhalten. Die Bundeswehr fasst unter dem Begriff alle Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung zusammen – von anzüglichen Sexsprüchen, unziemlichen Annäherungen bis zu handfester sexualisierter Gewalt. Laut Spiegel könnte 2026 ein neuer Höchststand der Fallzahlen erreicht werden. Im Jahr 2025 verzeichnete das Ministerium demnach 430 Meldungen, 2024 waren es 395, im Jahr zuvor 385.
Nach Spiegel-Informationen sorgen im Verteidigungsministerium neben den aktuellen Meldungen auch die Ergebnisse einer Dunkelfeldstudie zum Thema sexualisierte Gewalt in der Truppe für Nervosität. Die Untersuchung, bei der tausende aktive und frühere Soldatinnen nach ihren Erfahrungen mit sexualisiertem Fehlverhalten in der Bundeswehr befragt wurden, ist demnach fast fertig.
Den Angaben zufolge haben sich mehr als 15 Prozent aller angeschriebenen Frauen zurückgemeldet und ihre Erfahrungen bei der Truppe niedergeschrieben. Erste Ergebnisse sorgten dafür, dass im Ministerium angeordnet wurde, gleichzeitig mit der Veröffentlichung einen Aktionsplan gegen Fehlverhalten in der Bundeswehr vorzulegen. Angeregt hatte die Studie die frühere Wehrbeauftragte Eva Högl bereits Ende 2024. Erst dieses Jahr, als der Skandal um die Zustände in der Fallschirmjägerkaserne in Zweibrücken öffentlich wurde, nahm das Projekt richtig Fahrt auf. (AFP/jW)
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