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Gegen Kultur der Straflosigkeit

Abidjan. Internationale Menschenrechtsorganisationen haben die Regierung in Côte d’Ivoire aufgefordert, die weitverbreitete sexuelle Gewalt zu stoppen und die Täter – unter ihnen viele Soldaten – zur Verantwortung zu ziehen. Seit September 2002 ist Côte d’Ivoire in einen von Rebellen kontrollierten Norden und von der Regierung dominierten Süden aufgeteilt. Die Verfassung des westafrikanischen Landes sieht zwar bis zu 20 Jahre Haft für Vergewaltigung vor, doch die politische Krise hat das Rechtssystem so gut wie ausgehebelt.

Nach Angaben von Ethel Higonnet von der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in New York sind 70 Prozent der weiblichen Bevölkerung in Côte d’Ivoire Opfer von sexueller Gewalt. Sie fordert neben einer konsequenten Strafverfolgung der Täter eine bessere medizinische Versorgung der Opfer. Viele Frauen wurden bei der Vergewaltigung mit Geschlechtskrankheiten oder dem HI-Virus infiziert.

(IPS/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.10.2006, Seite 15, Feminismus

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