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Solistreik bei Bosch-Siemens

Dillingen. Rund 600 Beschäftigte der Bosch-Siemens-Hausgerätewerke in Dillingen haben am Dienstag vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Sie wollten damit Solidarität mit ihren Berliner Kollegen zeigen, deren Jobs gefährdet sind. Der Betriebsratsvorsitzende des Dillinger Werkes, Franz Veh, kritisierte, daß bei einem Konzerngewinn von 500 Millionen Euro vor Steuern im vergangenen Jahr und einer deutlichen Umsatzsteigerung eine Werksverlegung an einen Billigstandort nicht vertretbar sei. Das Werk in Berlin-Spandau, das ins brandenburgische Nauen verlagert werden soll, weil dieser Standort nicht tarifgebunden ist, wird seit dem 25. September bestreikt. 620 Arbeitsplätze sind dort gefährdet.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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