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Kritik an Vorstandsgehältern

Hamburg. Nach der jüngsten Preiserhöhung und der Veröffentlichung der aktuellen Pünktlichkeitsstatistik sind die üppigen Steigerungen bei den Vorstandsgehältern der Deutschen Bahn in die Kritik geraten. Wie Bild am Sonntag berichtete, sind die Bezüge der acht Vorstandsmitglieder seit 1999 um 400 Prozent von 3,679 Millionen Euro auf 14,693 Millionen Euro gestiegen. Der Vorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland, Michael Gehrmann, sagte dazu: »Ich bin fassungslos. Die Kunden zahlen jedes Jahr höhere Preise, nur damit die Bahnchefs ein schönes Leben haben.« Es hätte die letzten Jahre gar keine Gehaltserhöhung geben dürfen, denn die Leistung stimme nicht. Der Bahnkonzern wies die Kritik zurück. »Im Vergleich zu anderen Unternehmen dieser Größenordnung bewegen sich die Vorstandsgehälter im unteren Bereich«, sagte ein Unternehmenssprecher am Sonntag.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.10.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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