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IgNobel-Preise

Forschungen zu den Eßgewohnheiten von Mistkäfern, zu Kopfschmerzen bei Spechten … – in Cambridge/Massachusetts sind IgNobel-Preis verliehen worden (englisch »ignoble« bedeutet »schändlich«, »unwürdig«). Acht von zehn Gewinnern reisten für die zweistündige Zeremonie auf eigene Kosten an, mit Frack im Gepäck. Im Fachbereich Biologie wurden vergleichende Studien zur Anziehungskraft von Limburger Käse und menschlichen Füßen auf weibliche Malariamücken ausgezeichnet. Francis Fesmire von der University of Tennessee erhielt den Medizin-IgNobel-Preis für mögliche Therapien von hartnäckigem Schluckauf, sein Ansatz: rektale Fingermassage. Ein Anti-Teenager-Mittel brachte Howard Stapleton aus Wales den den Friedens-IgNobel-Preis ein: Das Gerät gibt einen nervenden Ton von sich, den nur Jugendliche hören können, nicht Erwachsene. Aus Gründen des Fairplay entwickelte Stapleton anschließend Handy-Klingeltöne, die nur Schüler hören, nicht deren Lehrer. Für ihre Dankesreden hatten die Preisträger genau eine Minute Zeit. Kontrolliert wurden sie von einem achtjährigen Mädchen, das nicht auf den Mund gefallen war. Traditionell wurden Hunderte Papierflugzeuge auf die Geehrten geworfen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.10.2006, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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