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Antinazisymbole in Leipzig auch legal

Leipzig. Das Urteil des Stuttgarter Landgerichts gegen den Antifa-Versandhandel Nixgut wegen durchgestrichener oder im Papierkorb landender Hakenkreuze (siehe jW vom 30.9.) stößt auch in Justizkreisen auf immer mehr Widerspruch: Einer Entscheidung der Berliner Staatsanwaltschaft, das Tragen dieser Symbole in Berlin nicht zu verfolgen, schloß sich nun auch die Staatsanwaltschaft in Leipzig an. Die Polizei hatte am Rande des Neonaziaufmarsches am Dienstag die Personalien eines jungen Mannes wegen eines entsprechenden Aufnähers aufgenommen. Von weiteren Ermittlungen wird nun allerdings abgesehen, teilte die Polizeipressestelle Leipzig am Donnerstag auf jW-Anfrage mit.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2006, Seite 4, Inland

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