-
15.07.2006
- → Inland
Waldbericht nur noch alle vier Jahre
Passau. Die Vorsitzende des Agrarausschusses im Bundestag, Bärbel Höhn (Grüne), wirft Agrarminister Horst Seehofer (CSU) eine »bewußte Verheimlichung besorgniserregender Daten« vor. Mit seinen Plänen, den Waldbericht künftig nur noch alle vier Jahre statt jährlich zu veröffentlichen, »stiehlt sich Seehofer aus der Verantwortung«, sagte Höhn der Passauer Neuen Presse (Freitagausgabe). Die Wälder seien »heute in einem schlechteren Zustand als in den 80er Jahren«, betonte Höhn. Das Argument Bürokratieabbau sei nur ein Vorwand, um nicht stärker gegen die Ursachen von Waldschäden vorgehen zu müssen. »Das Gros der Schadstoffbelastung für den Wald geht auf das Konto von Autoverkehr und Landwirtschaft«, sagte die Grünen-Politikerin.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland