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Rekordpleite in Sachsen

Leipzig-West-Insolvenz hat Volumen von bis zu 250 Millionen Euro

Die Pleite des Wohnungsbauunternehmens Leipzig-West könnte sich zum größten Anlageskandal Ostdeutschlands auswachsen. Rechtsanwalt Jochen Resch, der zahlreiche Geschädigte vertritt, sagte am Mittwoch in Leipzig, die von dem Unternehmen ausgegebenen Inhaberschuldverschreibungen summierten sich auf rund 250 Millionen Euro. »Mir ist in ganz Ostdeutschland kein größerer Fall bekannt«, sagte Resch. Die Verbraucherzentrale Sachsen geht davon aus, daß bis zu 30000 Anleger von der am Montag beantragten Insolvenz des Unternehmens betroffen sein könnten. Resch rief die Geschädigten auf, sich möglichst schnell zusammenzuschließen, um im Insolvenzverfahren gegenüber den Banken bestehen zu können. Nach Abzug der Bankverbindlichkeiten bleibe ein Vermögen von 70 Millionen Euro, das an die Gläubiger verteilt werden könne. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren bundesweit für seine Anleihen geworben. Versprochen wurden Zinsen zwischen fünf und sieben Prozent. «Die Werbung war äußerst seriös aufgemacht», sagte Resch. Gegen den Vorstandsvorsitzenden der Leipzig West, Pierre Klusmeyer, läuft bereits seit Wochen ein Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen des Verdachts auf Konkursverschleppung.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2006, Seite 9, Inland

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