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Avatare im Louvre

Cybersex, also das Wichsen in Computer-generierten Scheinwelten, wird Massenkultur. Das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist erklärt den dafür einzig nötigen technologischen Entwicklungsschub mit der immer besseren Zusammenarbeit von Computerspiel- und Pornoindustrie. Derzeit werde beispielsweise eine »Red Light Center«-Software programmiert, bei der die sogenannten Avatare – künstliche Personen – nicht nur Sex haben, sondern auch tanzen, Kunstausstellungen besuchen und ein Sprudelbad nehmen.

Etwas nostalgischer gehen laut New Scientist die Entwickler von »Naughty America« die Sache an, indem sie Cybersex und Partnerschaftsbörsen verknüpfen: Abonnenten füllen wie beim herkömmlichen Online-Dating einen Fragebogen zu ihrem Wunschpartner aus, dann haben ihre Avatare miteinander Sex, dann lernen sie sich gegebenenfalls kennen.

(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.06.2006, Seite 12, Feuilleton

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