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Irak: Zivilist kaltblütig ermordet

Washington. Gegen die US-Truppen im Irak ist ein neuer Vorwurf der Ermordung von Zivilpersonen erhoben worden. Nach Ermittlungen der amerikanischen Militärbehörden sollen Soldaten in Hamdanija unweit von Mossul am 26. April einen Mann gezielt getötet und ihn dann so hergerichtet haben, als habe es sich um einen Aufständischen gehandelt. Laut Ermittlungsbericht drang eine kleine Gruppe von Marineinfanteristen auf der Suche nach einem mutmaßlichen Aufständischen in die nordirakische Stadt ein. Weil sie den Verdächtigen nicht gefunden hätten, hätten die Soldaten schließlich einen unbewaffneten Zivilisten aus seinem Haus gezerrt und erschossen. Dann hätten sie ein Sturmgewehr vom Typ AK-47 sowie eine Schaufel neben die Leiche gelegt. Damit sollte der Eindruck erweckt werden, der Mann habe am Straßenrand gerade ein Loch zur Deponierung eines Sprengsatzes gegraben und sei dann bei einem Schußwechsel mit den Soldaten getötet worden.

(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.06.2006, Seite 1, Ausland

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