Bücher und Wurmfortsätze
In Marbach bei Stuttgart wurde am Dienstag abend mit Pauken und Trompeten das Literaturmuseum der Moderne eröffnet. 1400 Exponate aus dem Deutschen Literaturarchiv, das seit 1955 seinen Sitz im Schiller-Geburtsstädtchen hat, werden in einem 11,8 Millionen Euro teuren Neubau des Architekten David Chipperfield präsentiert, darunter die Manuskripte von Kafkas »Prozeß«, Döblins »Berlin Alexanderplatz«, Kästners »Emil und die Detektive«. Wer sich für den Schädel von Kästner interessiert, kann ein Röntgenbild studieren. Außerdem finden sich in durchweg spärlich beschrifteten Glasvitrinen ein Handabdruck von Gerhart Hauptmann, Haare von Stefan George, die Totenmaske von Friedrich Nietzsche, weitere Devotionalien, Briefe und – last not least – Bücher. Zunächst werden nur angemeldete Besucher reingelassen, ab Samstag ist die Ausstellung dann regulär geöffnet. (AP/ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
