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Keine Ahnung

»Vor etlichen Jahren hatte ich die Vision eines großen roten Raumes, in dem drei Frauen miteinander flüsterten« – so stellte Ingmar Bergman »Schreie und Flüstern« in Cannes 1973 vor. Drei Schwestern: Eine liegt im Sterben, die anderen beiden kümmern sich um sie. Ein Hausmädchen ist auch noch dabei. Alle Frauen tragen weiße Kleider, Räume und Interieurs sind rot, in verschiedenen Nuancen. »Fragt mich nicht, warum das so sein soll, ich weiß es nicht«, sagte Bergman auf Nachfrage. Und: »Seit der Kindheit stellte ich mir die Innenseite der Seele als eine feuchte Haut in roten Tönen vor«. »Schreie und Flüstern« erhielt 1974 einen Oscar für die beste Kamera. (ib)

»Schreie und Flüstern«, Regie: Ing­mar Bergman, Schweden 1972, 88 Minuten (ArtHaus)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.06.2006, Seite 12, Feuilleton

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