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Fall Ingo Steuer: Natürliches Ende

Berlin. Das Bundesministerium der Verteidigung hat am Dienstag bestätigt, daß Eiskunstlauftrainer Ingo Steuer ab April nicht mehr der Sportfördergruppe der Bundeswehr angehören wird. »Die Dienstzeit von Herrn Steuer endet dann, es werden sich berufsbildende Maßnahmen anschließen«, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Der 39jährige plant die Aufnahme eines Studiums in den Fächern Anglistik und Amerikanistik. Mit Steuers früherer Stasi-Mitarbeit habe die Veränderung nichts zu tun: »Das ist ein ganz natürliches Ende der Dienstzeit. Das ist schon seit längerer Zeit so vereinbart gewesen.« Steuer betreute bei den Olympischen Spielen in Turin das Paar Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy. Vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK) zunächst offiziell aus der Mannschaft ausgeschlossen, hatte er sich auf dem Gerichtsweg nach Turin geklagt. Ob damit die die Nominierungshoheit des NOK bei Olympischen Spielen verletzt wurde, soll demnächst bei einem Hauptverfahren vor dem Berliner Landgericht thematisiert werden. Ein Termin ist noch nicht angesetzt. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2006, Seite 16, Sport

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