Zum Inhalt der Seite

Versilberte Fußball-Wiege

Rio de Janeiro. Noch immer gilt der Satz: Es ist leichter, eine brasilianische Krücke zu verkaufen als eine mexikanische Perle. Für 840 Millionen Euro Ablösesumme haben ausländische Klubs zwischen 1994 und 2005 Fußballer aus Brasilien weggelockt. Dies geht aus einer Statistik der dortigen Zentralbank hervor. Damit ist das Land bei Spielerverkäufen ins Ausland unangefochten die Nummer eins. Allein 2005 verließen 804 Spieler für 132 Millionen Euro das Land. Wichtigste Zielregion ist weiterhin das goldene Europa. Momentan kicken rund 5000 brasilianische Fußballer bei ausländischen Vereinen. Die Reise zurück wird demnächst wohl der dreimalige Weltfußballer Ronaldo antreten. Flamengo Rio de Janeiro will ihn. Man spricht von 20 Millionen Euro Ablöse.

(sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.03.2006, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!