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11.03.2006
- → Feuilleton
Horst »Janosch« Eckert zum 75.
Am heutigen Samstag wird der Kinderbuchautor und -illustrator Horst »Janosch« Eckert 75 Jahre alt. Gleich mal vorweg: Die Tigerente hat er von F. K. Waechter »geborgt«, wie er 2002 richtigstellte. Janosch wuchs bei seinen Großeltern in einer Bergarbeitersiedlung auf, bis seine Eltern sich eine eigene Wohung leisten konnten. Mit 13 erkrankte er an Gelbsucht, die mit selbstgebranntem Schnaps behandelt wurde. Sein Vater war Hüttenarbeiter, Alkoholiker und prügelte regelmäßig die komplette Familie durch. Seine Mutter war streng religiös. Aber von Gott hält Janosch, der heute auf Teneriffa lebt, sowenig wie von ewig guter Laune. Vom evangelischen Magazin chrismon, Ausgabe 03/2006, in einem E-Mail-Interview gefragt, warum die Welt für ihn denn bitte ein »Inferno« sei, antwortete er kurz und bündig: »Weil der Großteil der Menschen so eine Sau ist.« Das ließ die Zeitschrift nicht gelten, es gebe schließlich »eine Menge nette Leute«. Janosch: »Es gibt nur ein paar. Und der Rest? Wildschweine und Mörder, Börsenvorsteher und Amerikaner. Es gibt auch hervorragende Menschen, klar. Aber zu wenige. Die sind es auf eigene Faust. Und nicht wegen Gott. Und weil Gott es von ihnen unter Androhung von Strafen einfordert. Wissen Sie was, als ich mich für ein Journal mit Astrid Lindgren traf, sagte sie auch: ›ALLE Menschen müssen weg aus der Welt.‹« (jW)
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