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Hammer-Calli

Leverkusen. Am 8. Juni 2004 räumte Reiner Calmund freiwillig den Managerposten bei Bayer Leverkusen. »Ich bin platt«, erklärte der Fettsack damals. Der aktuelle Spiegel erklärt seinen Rücktritt nun zu einem Rauswurf. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins hat Calmund zusammen mit einem windigen Spielerberater namens Volker Graul immerhin 580 000 Euro veruntreut. Die Kohle sei für Kaufoptionen an zwei U21-Nationalspieler aus Serbien und Kroatien draufgegangen, hätten die beiden versichert. Solche Kaufoptionen habe es aber nie gegeben. Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser bestätigte erst einmal alles. Genau wie Sportdirektor Rudi Völler wusch er ansonsten seine Hände in Unschuld. Calmund schäumte erwartungsgemäß: »Das ist ein Hammer, die Vorwürfe sind falsch. Man möchte mich demontieren.« (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2006, Seite 16, Sport

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