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Kanzlerin kündigt Kombilohn an

Berlin. Kombilöhne für sogenannte Billigjobs soll es vom kommenden Jahr an geben. Dies kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem am Sonntag verbreiteten Interview der Zeitung Super Illu an. Merkel verteidigte den von Gewerkschaften kritisierten Kombilohn mit dem Argument, eine Familie mit zwei Kindern könne mit regulärer Arbeit oft nicht so viel Geld verdienen wie als Langzeitarbeitslose mit Arbeitslosengeld II und Zuschlägen. »Unserer Grundüberlegung ist: statt erhebliche Summen fürs Zuhausebleiben zu zahlen, ist es besser, der Arbeitslose nimmt die angebotene Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt an, und der Staat zahlt ihm die Differenz zu Arbeitslosengeld II und etwas darüber.« Merkel meinte zudem, daß eine allgemeine Kürzung des Arbeitslosengeldes II nicht geplant sei. Es könne aber individuell gekürzt werden, wenn ein konkretes Arbeitsangebot abgelehnt werde.


(AP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2006, Seite 9, Inland

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