-
17.02.2006
- → Ausland
Keine eigenen Gefängnisse für russischen Geheimdienst mehr
Moskau. Der russische Geheimdienst FSB soll die Kontrolle über eigene Gefängnisse abgeben. Das Unterhaus des Parlaments in Moskau stimmte am Mittwoch in erster Lesung für einen Gesetzentwurf, der die Haftanstalten des Geheimdiensts dem Justizministerium unterstellt. Eine große Mehrheit befürwortete den Entwurf, dem Präsident Wladimir Putin bereits vergangenes Jahr zugestimmt hatte. Der Text ist damit so gut wie angenommen. Mit dem Gesetz folgen die Abgeordneten einer Empfehlung der parlamentarischen Versammlung des Europarates, die angemahnt hatte, die Rechte Verdächtiger stärker zu respektieren.
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!