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10.02.2006
- → Feuilleton
Was die Rechten ärgert
Die ultrarechte Wochenzeitung Junge Freiheit wollte im März an der Leipziger Buchmesse teilnehmen und dort ihr 20jähriges Jubliäum feiern. Eine solche Geburtstagsparty kam der Leipziger Messeleitung nicht zupaß. Sie befürchtet Demonstrationen gegen die Zeitung und will sie deshalb von der Messe ausschließen. Die Junge Freiheit empfindet dies als Zensur und macht einen PR-Gag draus: Sie wirbt mit einem »Appell für die Pressefreiheit«, den Leute wie Helmut Markwort, Joachim Fest, Arnulf Baring, Andreas von Bülow, Eckhard Henscheid (der schon wieder), Ernst Nolte, Alexander von Stahl oder Hans-Olaf Henkel unterschrieben haben.
(jW)
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