-
09.02.2006
- → Ausland
WHO und FIND nehmen Schlafkrankheit ins Visier
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Foundation for Innovative New Diagnostics (FIND) kooperieren bei der Entwicklung neuer Diagnosetests für die afrikanische Schlafkrankheit, auch Trypanosomiasis genannt. Erreger ist ein Parasit, den die Tsetse-Fliege auf den Menschen überträgt. Unbehandelt führt die Infektionskrankheit in der Regel zum Tod. Da es im frühen Stadium kaum Symptome gibt, schätzt die WHO, daß nur etwa jeder zehnte Fall erkannt wird. Zur Zeit wird die Schlafkrankheit durch serologische und mikroskopische Untersuchungen festgestellt. Dieses Verfahren ist aufwendig und kostspielig. Die Schweizer Nichtregierungsorganisation FIND und die WHO wollen Methoden entwickeln, die einfach und auch in den abgeschiedensten Gegenden zu handhaben sind. Neben der Entwicklung einer angemessenen Diagnosetechnologie beinhaltet das neue Projekt auch die Durchführung von Feldforschungen für klinische Studien und die Evaluierung von Prototypen. Der WHO zufolge sind rund 70000 Menschen mit der Schlafkrankheit infiziert. Sie tritt in 36 afrikanischen Ländern endemisch auf. Erstes Symptom ist eine Entzündung an der Einstichstelle. Das zweite Stadium ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schäden an inneren Organen gekennzeichnet. Im dritten Stadium treten Symptome einer Hirnhautentzündung und die namensgebenden Schlafstörungen auf.
(IPS/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!