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Mexiko: Kubanische Delegation von Sheraton-Hotel abgewiesen

Mexiko-Stadt/Washington. Der Streit zwischen Mexiko und den USA wegen der Abweisung von 16 kubanischen Staatsvertretern in einem Hotel der US-Kette Sheraton in Mexiko-Stadt spitzt sich zu. Mexikos Behörden ermittelten gegen das Hotel »Maria Isabel Sheraton« wegen Verstößen gegen das Handels- und Investitionsschutzgesetz, teilte das Außenministerium am Dienstag (Ortszeit) mit. Ein US-Außenamtssprecher erklärte in Washington, nach den Gesetzen seines Landes sei das Hotel in Mexiko die Filiale eines US-Unternehmens und falle deshalb unter die Gesetze der USA. Vor dem Hotel brachten indes Demonstranten Schilder an mit der Aufschrift »Geschlossen wegen Unterstützung des US-Imperialismus und Verletzung der nationalen Souveränität«. Das Hotel hatte am Freitag eine kubanische Delegation unter Leitung des Vizeministers für Basisindustrie, Raúl Péres de Prado, abgewiesen, die sich dort mit US-Unternehmern treffen wollte.


(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2006, Seite 2, Ausland

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