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Ver.di weitet Streiks aufs Saarland aus

Stuttgart. Die Gewerkschaft ver.di hat ihren Streik im öffentliche Dienst ausgeweitet. Neben Bediensteten von Kommunen in Baden-Württemberg legten am Mittwoch auch Landesbeschäftigte im Saarland die Arbeit nieder. Bestreikt wurden in Baden-Württemberg weiterhin landesweit die Müllabfuhr sowie Kindergärten, Ämter und Kliniken. ver.di-Chef Frank Bsirske drohte mit einem wochenlangen Arbeitskampf. Es sei falsch, in Zeiten von Massenarbeitslosigkeit die Arbeitszeiten zu verlängern, sagte er in Karlsruhe. Die von den Arbeitgebern geforderte Ausdehnung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden würde allein bei den Kommunen Baden-Württembergs 7 000 und bundesweit 250 000 Arbeitsplätze kosten. »Jetzt schlägt die Stunde gegenzuhalten«, rief Bsirske den rund 600 Teilnehmern einer Streikversammlung zu. In Baden-Württemberg sei »ein Zeichen gesetzt« worden, dem andere Bundesländer folgten.


(ddp/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2006, Seite 1, Inland

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